Luca di Montezemolo

italienischer Manager und Verbandsfunktionär; Präsident von Ferrari 1991-2014; 14 Formel-1-WM-Titel (acht Konstrukteurs-, sechs Fahrer-WM-Titel); Präsident der Fiat Group 2004-2010; ab 1973 für Ferrari tätig, ab 1974 Rennleiter; ab 1977 dann operativ bei Fiat und Beteiligungen; Organisator der Fußball-WM 1990 in Italien; 2006 Mitgründer und Präsident der privaten Bahnfirma Italo Holding (vormals NTV) und der familieneigenen Charme Capital Partners (2003); Präsident des Unternehmensverbandes Confindustria 2004-2008; Präsident der Fluggesellschaft Alitalia 2014-2017

* 31. August 1947 Bologna

Herkunft

Luca Cordero di Montezemolo wurde am 31. Aug. 1947 in Bologna als ältester von drei Brüdern (Marco, * 1949, Daniele, * 1954) geboren. Er entstammt väterlicherseits der piemontesischen Adelsfamilie Cordero di Montezemolo, die zahlreiche Beamte, Offiziere und Geistliche hervorgebracht hat. So waren der Groß- und der Urgroßvater Generäle, ein Cousin, Andrea Cordero di Montezemolo (1925-2017), wurde 2006 zum Kardinal erhoben. Sein Vater Massimo (1920-2009) war wie Verwandte im Widerstand gegen die Deutschen aktiv gewesen, seine Mutter Clotilde (1922-2017) stammte aus der Bologneser Grundbesitzerfamilie Neri. M. wuchs auf dem Landgut nahe Bologna auf.

Ausbildung

M. besuchte die Jesuitenschule Istituto Massimiliano Massimo in Rom. Er erfuhr früh die Unterstützung der traditionell im Piemont nachbarlich verbundenen Familie Agnelli, die mit Gründung von Fiat zu Industriellen aufgestiegen sind. Ein ...